Newsletter Mai 2025

 Nächste Schritte in der Bildung und landwirtschaftlichen Entwicklung!!!!

Die Ton Memorial School wird:
Shailung Hill Ton Grundschule

Liebe Sponsoren und Freunde,

Wir freuen uns, die neuesten Entwicklungen unserer Projekte in Sailung, Nepal, bekannt zu geben. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir erneut große Fortschritte in der Bildung und in der Landwirtschaft erzielen.

Offizieller Schulwechsel und neuer Schulname.

Im April reisten unsere Sekretärin Jeannet Diteweg und unser Vorsitzender Jan Post gemeinsam mit ihrem Freund Johannes nach Nepal, um die Schule offiziell an den Gemeinderat zu übergeben. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie, an der rund zwanzig offizielle Vertreter sowie rund zweihundert Eltern und Kinder teilnahmen, wurde der neue Name der Schule enthüllt: Shailung Hill Ton Grundschule. Damit bleibt der Name Ton van den Brink, in dessen Gedenken die Schule gegründet wurde, mit dem Bildungsprojekt verbunden.

Offizielle Übergabezeremonie mit zahlreichen Auszeichnungen

Dank vieler Sponsoren und Spender konnte im abgelegenen Sailung ein modernes Schulgebäude errichtet werden, in dem nun hervorragende Lernergebnisse erzielt werden. Die lokale Regierung hat daher die Initiative ergriffen, die Schule mit zwei anderen Grundschulen in der Region zu integrieren. Nach ausführlichen Beratungen wurde entschieden, diese Integration umzusetzen, mit dem Ziel, die Qualität der Ausbildung zu gewährleisten. Zwar müssen einige Kinder hierfür längere Strecken zurücklegen – manchmal sind es bis zu zwei Stunden Fußmarsch –, doch man geht davon aus, dass dieser Schritt zu einem höheren Bildungsniveau in der Region beitragen wird.
 Der feierlichen Zeremonie gingen Tanzdarbietungen verschiedener Klassen und Reden voraus. Nach der Unterzeichnung der offiziellen Dokumente endete die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Essen.
Auch in den kommenden Jahren wird die Stiftung die Schule finanziell unterstützen, unter anderem auf Wunsch des VDC. Dadurch können Familien durch Kinderpatenschaften unterstützt werden und die Schule kann zusätzliches Unterrichtsmaterial anschaffen. Darüber hinaus erhalten Lehrer ein höheres Gehalt, sofern sie die erforderlichen Zertifikate erwerben.

Registrierung neuer Studierender

Neue Lehrer

Der regionale Bildungskoordinator sorgt für eine gute Steuerung der Bildungsqualität. Dies führte dazu, dass vier Lehrer einer anderen Schule durch gut qualifizierte Lehrer ersetzt wurden. Krishna und sein Team sind damit zufrieden.

Alle Lehrer in einer Reihe. 

Gastvortrag zur Bedeutung einer abwechslungsreichen Ernährung

Im Rahmen des Landwirtschaftsprojekts erhielten Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 kürzlich eine inspirierende Gastvorlesung über die Bedeutung des Verzehrs unterschiedlicher Gemüsesorten. Die Kinder hörten aufmerksam zu und stellten viele Fragen. Sie erfuhren, wie eine abwechslungsreiche Ernährung zu einem gesunden Lebensstil beiträgt und warum es wichtig ist, täglich unterschiedliche Gemüsesorten zu essen. Es war eine lehrreiche und interaktive Sitzung, die sie dazu brachte, über ihre eigenen Essgewohnheiten nachzudenken.

Landwirtschaftliche Entwicklung: Fortschritt des SATSh-Projekts

einer der ersten Testtunnel, Bambus und Kunststoff

Bei unserem Besuch wurde den sieben landwirtschaftlichen Gruppen, die im Rahmen des Landwirtschaftsprojekts gegründet wurden, große Aufmerksamkeit geschenkt. Nach der Bestandsaufnahme bis Ende 2024 erfolgte mit dem Nachfolgeprojekt SATSh (Sustainable Agriculture Transformation Shailung) ein schwungvoller Neustart.
Mehr als zwanzig Familien, die seit einem Jahr mit Gewächshäusern arbeiten, wurden besucht. Alle waren mit großer Begeisterung dabei und wollen weitere Gewächshäuser bauen. Die ersten vierzig Gewächshäuser haben den Monsunregen und Winterstürmen gut standgehalten. Lediglich drei Gewächshäuser mit Bambusdachstützen wurden beschädigt. In diesem Frühjahr wurden auch größere Gewächshäuser aus Metall mit den Maßen 6 mal 12 Meter gebaut.

Metallgewächshaus mit Tropfbewässerungssystem

Landwirtschaftliches Projekt

In Zusammenarbeit mit unserem lokalen Partner in diesem Projekt, der nepalesischen Organisation ISARD, wurden zwei weitere Bauerngruppen gegründet, sodass nun insgesamt über 150 Familien in sieben Gruppen eingebunden sind. Es wurden Schulungen durchgeführt, Apfel- und Kiwipflanzen geliefert und über fünfzig Foliengewächshäuser für den Anbau von Gemüse, Kräutern und Pilzen in Betrieb genommen. Das SATSh-Projekt läuft noch mindestens zwanzig Monate und wird von Wilde Ganzen kofinanziert.
Leider war es aufgrund der Umstände nicht möglich, die Finanzierung für SATSh durch einen Global Rotary Grant vor Dezember 2024 sicherzustellen. Dank der vielen Freunde, Sponsoren und natürlich des Beitrags verschiedener Rotary Clubs konnten wir das Projekt mindestens bis Dezember 2025 sichern. Dafür vielen Dank. Für das Jahr 2026 gibt es noch keine finanzielle Absicherung.
Während der verschiedenen Treffen mit den Gruppen wurden die hervorragende Führung und der Einsatz der ISARD-Mitarbeiter deutlich. Zu jedem Monatstreffen entsenden alle Familien einen Vertreter. Während der Treffen wird gelernt, Wissen weitergegeben, Güter verteilt und Geld zur Verfügung gestellt. Sie sind daher das Herzstück des Projekts.  

Begeisterung für die Ausbildung im Erwerbsgemüsebau 

In Jhor, eine Gehstunde von der Schule entfernt, hat vor Kurzem eine Ausbildung zum kommerziellen Gemüseanbau begonnen. Diese Schulung ist Teil des Programms einer der beiden neuen Gruppen. Die Teilnehmer zeigen während der Sitzungen viel Enthusiasmus und Engagement.
Das beigefügte Foto zeigt, wie die Teilnehmer trotz der begrenzten Platzverhältnisse im Laufe des Tages zusammenkommen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Vorne links, in der roten Weste, sitzt Anita, eine ISARD-Mitarbeiterin. Sie lebt nun seit anderthalb Jahren in Sailung und spielt eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung und Unterstützung der verschiedenen Gruppen und Familien im Programm. Ihr Engagement und Talent sind für den Erfolg dieser Schulungen von unschätzbarem Wert.

Intermezzo:

Ein gutes Beispiel aus den Gruppentreffen ist das Spar- und Kreditsystem. Jeder Teilnehmer zahlt monatlich einen vereinbarten Betrag aus seinem landwirtschaftlichen Einkommen in den gemeinsamen Spartopf ein. Mit diesen Mitteln können Kleinkredite vergeben werden, die dann im Agrarprojekt eingesetzt werden. Es wird sauber festgehalten, wer was einzahlt, wie viel geliehen wird und wann es zurückgezahlt wird. Über die Gewährung der Kredite entscheidet der Konzern gemeinsam. 

Neben der größeren Vielfalt an Gemüse und Nutzpflanzen, die nun angebaut werden können, ergeben sich auch zusätzliche Einnahmen durch den Verkauf von Gemüse und Pilzen. Auch die ersten Nachkommen der Superzuchtböcke wurden geboren und die Ziegen machten einen guten Eindruck.

Zukunft

Der Vorstand unserer Stiftung prüft derzeit, ob wir zukünftig einen revolvierenden Investmentfonds, ähnlich dem Bausparkassensystem, auflegen können. Bei unseren Treffen in Nepal haben wir auch über Kredite für größere Investitionen gesprochen, zum Beispiel über einen großen Fonds von 1.500 Euro. Wir waren sehr überrascht, als sich herausstellte, dass mehrere Familien Kredite bei MFIs (Mikrofinanzinstituten) über höhere Beträge zu Zinssätzen von 30% aufgenommen hatten. Kredite etwa, um es Kindern zu ermöglichen, für einige Jahre ins Ausland zu gehen, dort zu arbeiten und ein paar tausend Euro zu verdienen. Diese Informationen wurden mit der höheren VDC-Leitung besprochen, die versprochen hat, dieser Art von Profitgier Einhalt zu gebieten. Außerdem lernten wir bei unserem Besuch zufällig eine große landwirtschaftliche Genossenschaft kennen, die es schon länger gibt. Und aus diesem Kontakt entstand die Idee, die extrem teuren Kredite dieser Genossenschaft in Kredite mit einem normalen/günstigen Zinssatz umzuschulden. Wir werden dies mit verschiedenen Parteien besprechen.

Wasserprojekt

Die Umsetzung des Trinkwasserprojekts in Zusammenarbeit mit Ingenieure ohne Grenzen (EWB) hat begonnen. Eine Gruppe von sieben freiwilligen Ingenieuren, fünf aus Deutschland und zwei aus Nepal, hat die Pläne umgesetzt, die in den letzten sechs Monaten von einer Gruppe von 20 EWB-Ingenieuren gemeinsam mit der Gemeinde ausgearbeitet wurden. Um sauberes Trinkwasser aus höheren Lagen in den Bergen in die Gemeinde zu bringen, wurden ein Einlaufbauwerk, ein Absetzbecken und nun eine 1,5 Kilometer lange Rohrleitung installiert. Im November wird es eine Fortsetzung geben.

und viel Beratung…..

Gemeinsam mit verschiedenen Leitbauern fanden Besuche auf Modellbetrieben statt. In Katakuti, etwa 1,5 Autostunden von der Schule entfernt, besuchten wir eine Gärtnerei mit Tomaten und verschiedenen anderen Gemüsesorten. Es war wichtig zu erfahren, dass die großen Metalltunnel den aus Bambus gebauten Tunneln deutlich vorgezogen wurden. Und das, obwohl der Bambus hier vor Ort wächst. Die aus Metall und Kunststoff gebauten Tunnel sind 6 mal 24 Meter groß und kosten rund 1.500 Euro, was etwa einem Jahresgehalt entspricht. Doch mit dem Anbau des richtigen Gemüses und einem geeigneten Absatzmarkt lässt sich durchaus Gewinn erzielen.

Unser Besuch im Shindu Farmstay und die anschließende Diskussion mit dem Vorstand der Suryamukhi Small Farmer Agriculture Co-operative Ltd war sehr bereichernd. Zum Vormittagsprogramm gehörte eine Führung über die Kuh- und Büffelfarm sowie die Milch- und Butterproduktion. Anschließend erfolgte eine ausführliche Diskussion zur Genossenschaftsgründung und zu den Finanzierungsmöglichkeiten. Vorsitzender Mitra Lal Chaulagain hat zugesagt, ISARD bei der Beschleunigung der Umsetzung der geplanten Genossenschaftsgründung zu unterstützen.

Im Namen der Sailung-Gemeinschaft und des Vorstands.

Gemeinsam mit den Kindern und der Gemeinde Sailung wünschen wir Ihnen einen wunderschönen Sommer!
Mit Ihrer Unterstützung machen wir weiter. 

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