Newsletter Dezember 2025

Schulessen

Ein Jahr der Widerstandsfähigkeit, des Wachstums und der Verbundenheit

Liebe Sponsoren und Freunde,

Wir freuen uns, Ihnen die neuesten Entwicklungen unserer Projekte in Sailung, Nepal, mitzuteilen. Was für ein außergewöhnliches Jahr! Während Nepal 2025 mit turbulenten Zeiten zu kämpfen hatte, zeigte die Gemeinde in Sailung große Widerstandsfähigkeit. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir gemeinsam viel erreichen. In diesem Newsletter möchten wir Ihnen die erzielten Ergebnisse und die bevorstehenden Herausforderungen vorstellen. Haben Sie nach dem Lesen dieses Artikels Interesse, die Projekte selbst zu besuchen? Vertreter des Vorstands werden im April und Oktober 2026 erneut nach Sailung reisen.

Landwirtschaftsprojekt SATSh: Wir ernten, worauf wir stolz sind.

Das Landwirtschaftsprojekt zählt zu den größten Erfolgsgeschichten der Stiftung. Die Einführung neuer Nutzpflanzen sorgt nicht nur für mehr Nahrungsmittel, sondern stärkt auch den Stolz und die Motivation der Dorfgemeinschaft. Reichhaltige Ernten und innovative Anbaumethoden: Monatlich werden kiloweise Tomaten, Gurken, Paprika, Champignons, Salat und anderes Gemüse geerntet. Dank zusätzlicher Schulungen, regelmäßiger Feldbesuche und der Unterstützung von ISARD entwickeln die Bauern ihre Fähigkeiten rasant weiter. Das ISARD-Team, das das Projekt betreut, besteht aus sieben Mitgliedern. Anita, Binita und Bishnu leben dauerhaft vor Ort.

Vieh und Bienenstöcke

In mehreren Dörfern wurden zwei neue Zuchthähne in die Bienengruppen aufgenommen – ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren Tierhaltung. Auch die Bienenstöcke wurden mit großer Begeisterung aufgenommen. Neue Imker wurden geschult und sind bereit für ihre erste volle Honigerntesaison.

Bodenforschung und verbesserte Erträge

Die Bodenqualitätsanalyse hat zu gezielten Empfehlungen geführt, wie beispielsweise der Kalkung bestimmter Gebiete. Diese Maßnahmen verbessern die Erträge und fördern das Bewusstsein für nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken.

Jahr 3: Auf dem Weg zur wahren Unabhängigkeit

Das Projekt läuft bis Februar 2027.

In diesem entscheidenden dritten Jahr ist die strukturelle Verankerung von zentraler Bedeutung.raal:

✓ Gründung einer landwirtschaftlichen Genossenschaft für gemeinsamen Einkauf und besseren Marktzugang
✓ Ausweitung des Gewächshausanbaus für Tee, Kaffee und Pilze
✓ Mehr Vielfalt durch Fruchtwechsel in den Gewächshäusern

✓ Finanzielle Unabhängigkeit

Wir möchten dieses letzte Jahr mithilfe von ISARD erneut ermöglichen. Um diese Pläne zu verwirklichen und die Gemeinde wirklich wirtschaftlich unabhängig zu machen, benötigen wir dringend Ihre Hilfe.

Zwei Leben, zwei Chancen

Vom Tagelöhner zum Musterbauern: Die Geschichte von Ramesh BK
Ramesh BK, 46, wuchs in Armut auf und ernährte seine Familie mit einem kleinen Bauernhof und Gelegenheitsjobs als Tagelöhner. Das Erdbeben von 2015 verschlimmerte seine Lage: Sein Haus stürzte ein, und seine Schulden wuchsen. Durch die Bauerngruppe, der seine Frau angehörte, erhielt die Familie erstmals Zugang zu günstigen Krediten und technischer Unterstützung. Dank Schulungsprogrammen, Saatgut, Material und einem Kleinkredit begann Ramesh, verschiedene Gemüsesorten anzubauen und experimentierte erfolgreich mit Austernpilzen. Wo er einst kaum über die Runden kam, verdient er nun jährlich etwa 500.000 NPR (3.100 €). Seine Kinder können zur Schule gehen, und die Familie hat neue Perspektiven. Darüber hinaus ist Ramesh zu einer geschätzten und angesehenen Persönlichkeit in der Gemeinde geworden – ein lebendes Beispiel dafür, wie Mikrokredite und Kompetenzförderung Leben verändern können.

Ein Junge Rückkehrer findet eine Zukunft im eigenen Land: Basu Shrestha

Die Geschichte der 22-Jährigen Basu Shrestha zeigt, wie hoffnungslos Migration werden kann, wenn es kaum Chancen gibt. Er ging auf der Suche nach Arbeit nach Russland, wurde aber wiederholt betrogen, verhaftet, inhaftiert und schließlich abgeschoben. Nach dieser schrecklichen Erfahrung kehrte er mit erheblichen finanziellen Verlusten und ohne Zukunftsperspektive nach Nepal zurück. Dort fand er sein Zuhause. Basu Inspiriert von den landwirtschaftlichen Aktivitäten seines Vaters, die dieser mit Unterstützung von ISARD begonnen hatte, beschloss er, sich ganz der Landwirtschaft zu widmen und fing mit Tomaten und Pilzen an. Sein Durchhaltevermögen führte zu schnellem Wachstum: Er erweiterte sein Angebot um verschiedene Gemüsesorten und baut seit Kurzem auch Äpfel an. Basu Er erzielt nun ein sicheres Einkommen und sieht Möglichkeiten für weitere Investitionen, beispielsweise den Bau zusätzlicher Gewächshäuser. Sein Erfolg motiviert andere junge Menschen in Managaun, die Landwirtschaft als nachhaltige und sinnvolle Alternative zur Migration zu betrachten.

Solche Geschichten machen den Unterschied.

Mikrokredite, Schulungen und Beratung verändern Leben – und ganze Gemeinschaften. 

Ausbildung:

Fortschritt, Innovation und zusätzliche Anstrengung

Verjüngung des Teams

Im Jahr 2025 gingen der ehemalige Schulleiter und ein Stellvertreter in den Ruhestand. Damit konnte die von uns angestrebte Erneuerung des Lehrerkollegiums realisiert werden. Die neue Lehrergeneration bringt Energie, pädagogische Innovationen und Motivation mit. — genau das, was die Schule braucht, um weiter zu wachsen. 

Hervorragende Ergebnisse bei der Regionalbewertung

Die Schüler haben auch dieses Jahr wieder hervorragende Leistungen erbracht. Die Schule gewann sogar einen Pokal beim regionalen Schulwettbewerb, und zwei Schüler sowie ihre Lehrer wurden mit Preisen ausgezeichnet. Ein wunderbares Zeichen dafür, dass sich die Anstrengungen des Teams auszahlen.

Krishna hat außerdem ein zusätzliches Diplom erworben, das für seine Rolle als Regisseur erforderlich ist. 

Nachhilfeprogramm nach zu langen Ferien

Seit die Schule offiziell öffentlich geworden ist, hat sich das nationale Darauf folgen – und manchmal sehr lange – Ferien. In diesem Jahr hat dies zu Lernrückständen geführt, insbesondere bei Schülern, die bald ihre Abschlussprüfungen ablegen werden.

Deshalb wurde gemeinsam mit Eltern und Schülern eine intensive Studie durchgeführt. dreimonatiges Nachhilfeprogramm begonnen.

  • Die Kinder wohnen vorübergehend in der Schule.
  • Die große Halle wurde in einen Mädchenschlafsaal umgewandelt; die Jungen schlafen im Computerraum.
  • Zwei Lehrer und der Koch bleiben ebenfalls in der Schule, um Unterstützung zu leisten.
  • Jeder Tag beginnt früh, um sechs Uhr, mit Nachhilfe, gefolgt von regulärem Unterricht und zusätzlichen Lernblöcken.

Diese enorme Gemeinschaftsleistung zeigt, wie wichtig Bildung für diese Gemeinschaft ist – und wie sehr sich die Kinder für ihre Zukunft engagieren.

Der Computerraum wurde in einen Schlafsaal für die Jungen der Klasse 8 umgewandelt.

Gesundheitsposten: 100 Beratungen pro Monat

Die Gesundheitsstation führt mittlerweile rund 100 Sprechstunden pro Monat durch. Darüber hinaus werden regelmäßig Patienten für kurze Zeit stationär aufgenommen, insbesondere ältere Menschen mit schwerer Dehydrierung, die intravenöse Flüssigkeit benötigen. Die Station spielt somit eine zunehmend zentrale Rolle für die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung in und um Sailung.

Nationale Unruhen: ein turbulenter September

Der September war in Nepal von weit verbreiteten Unruhen geprägt. Massenproteste, angeheizt durch ein Verbot sozialer Medien, führten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in Kathmandu und anderen Städten. Was als friedlicher Widerstand begann, eskalierte rasch mit Angriffen auf Regierungsgebäude und politischen Rücktritten. Schließlich trat die Regierung zurück, und ein Übergangskabinett wurde gebildet, um die Wahlen 2026 zu leiten. Internationale Bedenken, wie etwa der Einfluss Chinas, trugen zur wachsenden Unzufriedenheit bei. Insbesondere junge Menschen äußerten den Wunsch nach Veränderung. Dies verspricht ein spannender Auftakt für Nepals Zukunft zu werden.

Auswirkungen auf Sailung: sicher, aber nicht unberührt

In Sailung blieb es ruhig, doch es gab indirekte Folgen. Das Wasserprojekt von Ingenieure ohne Grenzen, dessen Fortsetzung für diesen Herbst geplant war, musste aufgrund der Absage ihres Besuchs leider verschoben werden. Auch eine Gruppe amerikanischer Schüler, die ein Praktikum an der Ton Memorial School absolvieren sollten, konnte nicht teilnehmen. Ihr Besuch wäre von besonderem kulturellem Wert gewesen. Wir sind weiterhin bestrebt, diese Besuche zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen, sobald es die Situation zulässt. So hoffen wir, den wichtigen Beitrag dieser Initiativen für die Gemeinde zu sichern.

 Wir brauchen Ihre Hilfe – jetzt ist der Wendepunkt

Dank zahlreicher bestehender und neuer Spender – der Tiny und Anny van Doorne Stiftung, der WM de Hoop Stiftung und Wereldwinkel Leiden – konnte das Haushaltsdefizit bis Ende 2026 reduziert werden auf €12.672.  Wir sind dafür sehr dankbar.

Gleichzeitig steht das Landwirtschaftsprojekt kurz vor dem Abschluss entscheidendes drittes JahrEs wird nun geprüft, ob die Gemeinde in Sailung tatsächlich wirtschaftlich unabhängig kann sein.

In diesem entscheidenden Jahr investieren wir in:

  • die Gründung einer landwirtschaftlichen Genossenschaft für gemeinsamen Einkauf und fairen Marktzugang
  • Ausweitung des Gewächshausanbaus sowie des Kaffee-, Tee- und Pilzanbaus
  • weiterer Wissenstransfer, damit die Landwirte strukturell ohne externe Hilfe weitermachen können

Für diesen letzten Schritt werden zusätzliche Ressourcen benötigt.

Von €50 einen Beitrag zur Bereitstellung von Saatgut und zur Unterstützung des Anbaus einer landwirtschaftlichen Familie leisten.
Von €250 Hilf uns beim Aufbau der Genossenschaft.
Von €1.000 ermöglicht den Ausbau von Gewächshäusern und hilft Familien, ein nachhaltiges Einkommen zu erzielen.

Jeder Beitrag bringt uns der Unabhängigkeit näher.

Möchten Sie uns dabei helfen, das dritte Jahr erfolgreich abzuschließen?

IBAN: NL54 ABNA 0840 3644 23
Im Namen von: St. Ton Memorial School Sailung
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar (ANBI).

Im Namen aller Kinder, Familien und des Teams:

 Dhanyabad – vielen Dank für Ihre Beteiligung!

Und ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2026

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